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DNS & E-Mail

MX-Priorität verstehen: mehrere Mailserver für deine .at-Domain

Was bedeuten 10 und 20 bei einem MX-Eintrag? So liest du die Priorität, vermeidest widersprüchliche Maildienste und prüfst den Empfang deiner .at-Domain.

Das Wichtigste vorab

Bei MX-Einträgen wird eine kleinere Prioritätszahl bevorzugt. Mehrere Einträge können zu einer abgestimmten Mailserver-Konfiguration gehören. Sie verteilen aber nicht automatisch einzelne Postfächer auf verschiedene Dienste. Übernimm deshalb den vollständigen Eintragssatz deines E-Mail-Dienstes und prüfe zuerst, wo deine aktive DNS-Zone verwaltet wird.

Briefumschlag mit zwei verschieden breiten blauen Pfeilen zu Serverblöcken vor einer stilisierten Berglandschaft
Die MX-Priorität beschreibt eine bevorzugte Reihenfolge von Mailservern, keine garantierte Aufteilung deiner E-Mails.

Was ein MX-Eintrag für deine Domain festlegt

MX steht für Mail Exchanger. Der Eintrag benennt einen Mailserver für den Empfang von Nachrichten an die betreffende Domain. Die Priorität ist ein eigenes Zahlenfeld; im Zielfeld steht der vollständige Servername. Eine E-Mail-Adresse oder eine Website-URL gehört dort nicht hinein. Für dein österreichisches Projekt bedeutet das: Erst das Postfach einrichten, dann die dazugehörigen DNS-Anweisungen übernehmen. Die Registrierung einer .at-Domain erzeugt allein weder ein Postfach noch einen fertigen E-Mail-Dienst. Deine Domain kann bei atdomain.at bleiben, während du einen geeigneten separaten Maildienst nutzt.

Domain und vorhandenen E-Mail-Dienst verbinden.at-Domain und enthaltene Verwaltung ansehen

Kleinere Zahl zuerst: so liest du die Priorität

Eine Priorität von 10 wird gegenüber 20 bevorzugt. Die Zahl bewertet weder die Geschwindigkeit noch die Qualität eines Servers. Im folgenden Lesebeispiel ist das erste Ziel bevorzugt; das zweite ist weniger bevorzugt. Ob ein Ausweichziel tatsächlich Nachrichten für deine Domain annehmen kann, muss dein Maildienst passend eingerichtet haben. Gleiche Prioritätszahlen sind ebenfalls möglich, wenn der Dienst sie vorgibt. Die Tabelle erklärt nur die Schreibweise und enthält keine Einrichtungswerte für deine Domain. Kopiere sie nicht in deine DNS-Zone.

Kleinere Zahl zuerst: so liest du die Priorität
FeldNur ein LesebeispielBedeutung
Priorität / Ziel10 / mx-a.exampleBevorzugtes Ziel in diesem Beispiel
Priorität / Ziel20 / mx-b.exampleWeniger bevorzugtes Ziel in diesem Beispiel

Mehrere MX-Einträge sind keine Postfach-Auswahl

Angenommen, ein kleiner Betrieb möchte office bei einem Dienst und buchung bei einem anderen verwenden. Zwei MX-Ziele mit unterschiedlichen Zahlen sind dafür kein verlässlicher Schalter. Die Auswahl richtet sich nicht einfach nach dem Namen vor dem @. Auch ein zweiter Dienst, bei dem du irgendwann ein Testpostfach angelegt hast, wird nicht automatisch zum passenden Ersatzserver. Kläre eine gewünschte Aufteilung ausdrücklich mit dem zuständigen Maildienst. Falls dessen Anleitung mehrere Server nennt, übernimm diese gemeinsam. Entferne den weniger bevorzugten Eintrag nicht allein deshalb, weil gerade der erste Server erreichbar ist.

Mehrere E-Mail-Adressen unter derselben Domain planen
Zwei getrennte blaue Ablagen mit Briefumschlägen und Serverkarten neben einer leeren Checkliste
Prüfe die Zuständigkeit deines Postfachdienstes, bevor du Einträge verschiedener E-Mail-Dienste miteinander kombinierst.

Vor der Änderung eine vollständige Anleitung einholen

Halte Domain, betroffene Empfangsadressen und den tatsächlich genutzten Postfachdienst fest. Bitte um den vollständigen Satz aus Hostname, Ziel, Priorität und gegebenenfalls TTL. Frage bei einem Dienstwechsel, welche bisherigen MX-Einträge ersetzt werden sollen und wie lange alte Postfächer erreichbar bleiben müssen. Sichere die vorhandene Konfiguration vor dem Speichern. Ein Screenshot mit Datum hilft beim späteren Vergleich, enthält aber keine Garantie, dass diese Zone öffentlich aktiv ist. Veröffentliche keine Postfachpasswörter oder privaten Nachrichten in einem Supportticket. Wenn eine Anweisung unvollständig ist, kläre sie vor der Umstellung.

Die aktive DNS-Verwaltung ist entscheidend

Im Kundenkonto findest du bei deiner aktiven Domain die Schritte „E-Mail einrichten“ und die vorhandenen DNS- beziehungsweise Nameserver-Bereiche. Bei unseren Standardnameservern verwaltest du die Einträge dort. Mit eigenen Nameservern bearbeitest du sie in deren aktiver DNS-Verwaltung. Ein gespeicherter Wert in einer anderen Zone verändert die öffentliche Zustellung nicht. Wechsle deshalb nicht zusätzlich die Nameserver, nur weil du einen MX-Wert ergänzen möchtest. Erhalte Website-, Verifizierungs- und sonstige benötigte Einträge. Die Anleitung deines Dienstes entscheidet auch, ob das Feld für die Hauptdomain leer oder mit @ bezeichnet wird.

Schritte zur E-Mail-Einrichtung öffnenAktive Nameserver vor einer Änderung prüfen

Priorität null und Null MX sind unterschiedliche Dinge

Die Zahl 0 allein bedeutet nicht, dass E-Mail abgeschaltet ist. Ein ausdrücklich als Null MX veröffentlichter Eintrag kombiniert die Präferenz 0 mit einem einzelnen Punkt als Ziel und erklärt, dass die Domain keine E-Mail annimmt. Das ist ein eigener Fall für bewusst nicht empfangende Domains, keine Abkürzung zur Postfacheinrichtung. Wenn du so eine Konfiguration vorfindest und künftig Nachrichten empfangen möchtest, lass den vollständigen gewünschten Zustand mit deinem Maildienst klären. Ergänze nicht auf Verdacht weitere Ziele neben einem widersprüchlichen Null-MX-Eintrag. Für eine reine Website ohne E-Mail sollte die Entscheidung ebenfalls bewusst getroffen werden.

Nach dem Speichern den echten Empfang testen

Notiere den Änderungszeitpunkt und vergleiche die öffentlich sichtbaren MX-Werte mit der vollständigen Anleitung. Bestehende DNS-Caches können noch ältere Antworten liefern. Schicke anschließend von einem unabhängigen eigenen Postfach eine harmlose Testnachricht an eine tatsächlich eingerichtete Adresse. Kontrolliere den Eingang und gegebenenfalls den Spamordner, statt nur auf eine ausbleibende Fehlermeldung zu vertrauen. Teste das Senden separat. Prüfe außerdem, ob die Website weiterhin erreichbar ist. MX-Einträge ersetzen weder SPF, DKIM und DMARC noch die Einrichtung der Postfächer; diese Aufgaben gehören zu einem vollständigen E-Mail-Anschluss.

SPF, DKIM und DMARC getrennt einordnenDNS-Caches und TTL verstehen
Offene Checkliste neben zwei Briefumschlägen, einer Browserkarte und einer Lupe am ankommenden Brief
Prüfe nach einer Änderung den tatsächlichen E-Mail-Empfang und die Website getrennt, statt nur gespeicherte DNS-Werte abzulesen.

Domain- und Postfachkosten getrennt planen

Eine neue reguläre .at-Domain kostet derzeit 12,99 € Gesamtpreis im ersten Jahr; die Verlängerung kostet 15,99 € Gesamtpreis pro weiterem Jahr. Für neue .at-Domains gibt es auch drei Jahre vorausbezahlte Abdeckung für einmal 39,00 € Gesamtpreis, inklusive Registrierung und zwei jährlicher Verlängerungen ohne weitere Zahlung. Gegenüber 44,97 € bei jährlicher Zahlung zu heutigen Preisen sparst du 5,97 €. Das technische Jahresdatum und die volle bezahlte Laufzeit werden im Konto getrennt gezeigt. Danach gilt der angebotene Verlängerungspreis, ohne automatische Kartenabbuchung. Hosting und Postfächer sind nicht enthalten.

Aktuelle Gesamtpreise und das vorausbezahlte Paket vergleichen

Mit diesen Angaben kann der Support gezielt helfen

Falls Nachrichten nicht ankommen, nenne im Ticket deine Domain, den Änderungszeitpunkt, die aktive DNS-Verwaltung und das beobachtete Ergebnis des Tests. Unterscheide „Nachricht abgewiesen“, „noch nicht angekommen“ und „im Spamordner gefunden“. Ergänze eine bereinigte Fehlermeldung, falls vorhanden, aber keine Passwörter, Auth-Codes oder vertraulichen Nachrichteninhalte. Wenn die Website funktioniert, ist das allein kein Beweis für den richtigen Mail-Empfang. Mehrfaches Ändern der Priorität auf Verdacht erschwert die Fehlersuche. Prüfe zuerst den gewünschten Eintragssatz und die zuständige Stelle, bevor du weitere Änderungen beauftragst.

Eine konkrete Supportanfrage stellenWebsite- und E-Mail-Probleme auseinanderhalten

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