.at-Domain groß oder klein schreiben: Was macht einen Unterschied?
Darf deine .at-Domain auf der Visitenkarte Großbuchstaben haben? Erfahre, was bei Domainname, Unterseiten-Link und E-Mail-Adresse gleich bleibt und was du genau übernehmen solltest.
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atdomain.at Redaktion · 5 min · Aktualisiert
Das Wichtigste vorab
Bei einer .at-Domain wird Groß- und Kleinschreibung nicht unterschieden. Eine Großbuchstaben-Variante desselben Namens ist deshalb keine zweite Domain zum Registrieren. Für einen vollständigen Website-Link und den Teil einer E-Mail-Adresse vor dem @ gelten andere Regeln. Übernimm diese Angaben unverändert vom jeweiligen Dienst und prüfe deine veröffentlichte Adresse vor dem Druck.
Groß- und Kleinbuchstaben können denselben Domainnamen darstellen. Entscheidend bleibt die tatsächliche Buchstabenfolge mit der richtigen Endung.
1. Die Schreibweise im Logo erzeugt keine zweite Domain
Du planst für eine österreichische Werkstatt eine Visitenkarte. Im Entwurf steht MeineWerkstatt.at, im Kundenkonto erscheint meinewerkstatt.at. Diese beiden Schreibbeispiele unterscheiden sich nur in der Großschreibung; sie sind keine Verfügbarkeitsauskunft für den Namen. Punkt 3 der aktuellen Registrierungsrichtlinien von nic.at unterscheidet bei .at nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Du musst daher keine zusätzliche Großbuchstaben-Version kaufen. Prüfe stattdessen, ob die Buchstabenfolge, Bindestriche und Endung tatsächlich stimmen. Eine nachträglich entdeckte andere Schreibweise mit zusätzlichem Buchstaben wäre eine andere Frage. Halte den gewünschten Namen vor dem Kauf als einfachen kopierbaren Text fest.
2. Unterscheide Darstellung, Domain und vollständigen Link
Die Großschreibung kann einen langen Namen auf einem Plakat optisch gliedern. Sie setzt aber keine technischen Wortgrenzen und fügt keine Zeichen hinzu. Auch eine Anzeige in Kleinbuchstaben macht aus deiner Domain keinen anderen Namen. Der DNS-Standard beschreibt für die üblichen lateinischen Buchstaben A bis Z denselben Vergleich wie für a bis z. Das ist eine Regel für die Namensauflösung. Sie bedeutet nicht, dass du jeden Teil einer längeren Adresse beliebig umschreiben solltest. Trenne deshalb beim Prüfen die registrierte Domain von den übrigen Angaben der Webadresse und von einer eventuell daneben gedruckten E-Mail-Adresse.
2. Unterscheide Darstellung, Domain und vollständigen Link
Angabe
Sinnvolle Regel für deine Veröffentlichung
Domainname mit normalen Buchstaben a–z
Groß- und Kleinbuchstaben sind keine getrennten .at-Domains
Pfad hinter dem Domainnamen
Die veröffentlichte Schreibweise unverändert übernehmen
E-Mail-Adresse vor dem @
Die vom Maildienst eingerichtete Schreibweise verwenden
Ein Link kann zusätzlich einen Pfad wie /Angebot enthalten. Ersetze ihn nicht ungeprüft durch /angebot. RFC 3986 behandelt Hostname und Schema ohne Unterschied der Großschreibung; für andere Bestandteile können Unterschiede relevant sein. Ob zwei Pfadvarianten auf deiner Website dieselbe Seite öffnen, hängt von der Einrichtung des Website-Dienstes ab. Kopiere den funktionierenden öffentlichen Link aus der Website und teste danach genau den Link aus deiner Druckvorlage. Wenn nur ein anders geschriebener Pfad scheitert, brauchst du keine neue Domainregistrierung. Kläre mit der Website-Verantwortung, ob die Vorlage korrigiert oder eine gezielte Weiterleitung eingerichtet werden soll.
4. E-Mail-Adressen nicht nach denselben Regeln umformen
Bei kontakt@meinewerkstatt.at ist die Domain der Teil rechts vom @. Die Bedeutung des Teils davor bestimmt dagegen der zuständige Maildienst. Der SMTP-Standard verlangt, dessen Groß- und Kleinschreibung zu erhalten; er rät zugleich davon ab, dadurch unterschiedliche Postfächer zu schaffen. Verlasse dich deshalb nicht darauf, dass eine selbst umgeschriebene Adresse überall gleich behandelt wird. Verwende für Signaturen und Kontaktformulare die vom Maildienst bestätigte Schreibweise. Prüfe außerdem den tatsächlich hinterlegten Empfänger eines anklickbaren E-Mail-Links: Der sichtbare Kontakttext allein verrät dir nicht immer das Ziel. Teste nur eigene oder dafür vereinbarte Empfänger.
5. Ein Umlaut ist mehr als eine andere Großschreibung
Die Frage nach A oder a ist von der Entscheidung zwischen einem Umlaut und einer ausgeschriebenen Form zu trennen. Tausche beispielsweise ein ä nicht automatisch gegen ae aus und gehe dann davon aus, denselben Namen zu verwenden. Übernimm Sonderzeichen aus der tatsächlich gewünschten Domain und prüfe deren Unterstützung für deine Nutzung. Bei internationalisierten Domains kann eine technische Darstellung mit xn-- erscheinen. Das ist ein eigener Erklärungsbedarf und kein Beweis für eine falsch registrierte Domain. Verwende keine selbst erfundenen Umwandlungsregeln für ähnlich aussehende Zeichen aus verschiedenen Alphabeten. Bei Unsicherheit vergleiche die genaue Bestellung mit den Domainunterlagen.
6. Prüfe Druckvorlage und tatsächliches Linkziel getrennt
Lege für den letzten Gegencheck drei Dinge nebeneinander: den einfachen Domainnamen, den vollständigen funktionierenden Website-Link und die bestätigte E-Mail-Adresse. Eine zweite Person tippt die gedruckte Adresse ab, ohne sie aus deiner Vorlage zu kopieren. Du prüfst zusätzlich den anklickbaren Link beziehungsweise den im QR-Code gespeicherten Inhalt. Öffne dabei die erwartete eigene Website und die vorgesehene Unterseite. Wenn sich ein Fehler zeigt, notiere die genaue Variante und die sichtbare Meldung. Ändere keine Nameserver wegen einer typografischen Frage. Für den Test ist auch keine erneute Zahlung oder vorsorgliche zweite Bestellung nötig.
Buchstabenfolge, Bindestriche und Endung vergleichen.
Pfad und weitere Linkbestandteile unverändert prüfen.
E-Mail-Anzeige und tatsächlichen Empfänger abgleichen.
Vor dem Druck eine Person unabhängig abtippen lassen.
7. Wähle eine gut lesbare, dauerhaft verwendbare Darstellung
Für kopierbare Webadressen ist eine einheitliche Kleinschreibung der Domain eine unkomplizierte Arbeitskonvention. In einem Logo kannst du Wortanfänge hervorheben, sofern die Adresse dadurch klarer wird. Beurteile den Entwurf auch ohne Logo, in kleiner Schrift und beim Vorlesen am Telefon. Großbuchstaben lösen weder eine unklare Buchstabenfolge noch einen schwer erklärbaren Bindestrich. Behalte bei längeren Links die verifizierte technische Schreibweise bei und ändere bestehende Seitenpfade nicht allein für eine schönere Visitenkarte. Halte fest, welche Vorlage freigegeben wurde und wo sie verwendet wird. Das erleichtert spätere Korrekturen in Signaturen, Angeboten und Drucksorten.
8. Bezahle für den gewünschten Namen, nicht für Großbuchstaben
Eine reguläre neue .at-Domain kostet bei atdomain.at derzeit 12,99 € Gesamtpreis im ersten Jahr, die Verlängerung 15,99 € Gesamtpreis pro weiterem Jahr. Für dieselbe Domain brauchst du keine zweite Bestellung nur wegen einer anderen Großschreibung. DNS-Verwaltung mit unseren Standard-Nameservern und eigene Nameserver werden unterstützt. Hosting und E-Mail-Postfächer planst du separat; diese verkaufen wir nicht. Möchtest du tatsächlich eine andere Buchstabenfolge oder Endung, prüfe diese als eigene Adresse samt laufenden Kosten. Speichere vor dem Bezahlen den exakten Namen und danach deine Bestellunterlagen, damit Gestaltung und Registrierung sauber zusammenpassen.