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Website & Verbindung

Mit oder ohne www? Die Hauptadresse deiner .at-Website festlegen

So richtest du deine .at-Website mit oder ohne www ein: eine Hauptadresse wählen, beide Hostnamen mit DNS und HTTPS prüfen und Weiterleitungen zu Unterseiten testen.

Das Wichtigste vorab

Wähle eine feste Hauptadresse für deine Website. Verbinde beide Varianten mit deinem Website-Dienst, richte gültiges HTTPS für beide ein und leite die zweite Variante dauerhaft auf die passende Hauptadresse weiter. Ein DNS-Eintrag allein ändert die Adresse im Browser nicht. Für www brauchst du keine zweite Domainregistrierung.

Zwei blaue Browsermodelle auf getrennten Wegen, die vor einem gemeinsamen dunkelblauen Eingang zusammenlaufen
Mit und ohne www sind zwei Einstiegspunkte möglich. Lege eine Hauptadresse fest und führe die andere Variante nachvollziehbar dorthin.

1. Entscheide dich für eine Adresse, die du überall verwendest

Für ein neues österreichisches Projekt kann eine kurze Adresse ohne www praktisch auf Visitenkarten und in Gesprächen sein. Eine bereits bekannte www-Adresse kannst du ebenso beibehalten. Entscheide anhand deiner vorhandenen Links und der unterstützten Einrichtung deines Website-Dienstes. Das www ist weder ein Zusatzpaket noch eine weitere Länderendung: Es bezeichnet einen Namen unter deiner Domain. Notiere die gewählte HTTPS-Hauptadresse und gib sie deiner Agentur oder der Person, die deine Website einrichtet. Ändere eine funktionierende Hauptadresse nicht allein aus optischen Gründen kurz vor einer Kampagne. Eine bestimmte Schreibweise verspricht keine bessere Platzierung in Suchergebnissen.

Was www und andere Subdomains bedeuten

2. Verbinde beide Hostnamen mit dem Website-Dienst

Die Hauptdomain und ihre www-Variante sind unterschiedliche DNS-Namen. Ein funktionierender Eintrag für einen davon bestätigt den anderen noch nicht. Öffne die aktuellen Anschlussanweisungen deines Website-Dienstes und prüfe, ob dort beide Namen aufgeführt sind. Übernimm die verlangten Typen und Ziele; erfinde keine IP-Adresse. Bei unseren Standard-Nameservern bearbeitest du DNS im atdomain.at-Konto, bei eigenen Nameservern in der dort aktiven Zone. Ein CNAME für www ist noch keine Browser-Weiterleitung. Behalte bestehende Mail-Einträge bei und wechsle nicht wegen dieser einzelnen Aufgabe unnötig die Nameserver.

A-Record und CNAME beim Website-Anschluss unterscheiden

3. Prüfe HTTPS für beide Varianten vor der Weiterleitung

Rufe jede Variante ausdrücklich mit https:// auf. Das Zertifikat muss zum jeweils angesprochenen Hostnamen passen, auch wenn diese Adresse gleich danach weiterleiten soll. Die verschlüsselte Verbindung wird vor der HTTP-Weiterleitung aufgebaut. Ein Zertifikat nur für die Hauptdomain ist deshalb kein Nachweis für www. Auch eine Wildcard wie *.dein-projekt.at deckt die Hauptdomain dein-projekt.at nicht automatisch mit ab; diese Schreibweisen sind hier nur Beispiele. Veranlasse die passende Zertifikatskonfiguration beim Website-Dienst. Übergehe keine Browserwarnung und erkläre ein Zertifikatsproblem nicht vorschnell mit einer angeblich noch ausstehenden DNS-Aktualisierung.

Ein hellblaues Servermodell verbindet zwei Browsermodelle mit jeweils eigenem Vorhängeschloss und gelbem Prüfzeichen
Beide Hostnamen brauchen eine passende DNS-Konfiguration und gültiges HTTPS. Prüfe auch die Variante, die später nur weiterleitet.

4. Richte die dauerhafte Weiterleitung am Webdienst ein

Lege im Website-Dienst fest, welche Variante das Ziel ist. Für einen dauerhaften Wechsel sind HTTP-Weiterleitungen wie 301 oder 308 vorgesehen. Bei 308 bleibt die Anfragemethode erhalten; für Formulare und andere Schreibzugriffe braucht es eine passende technische Prüfung. Leite nicht gleichzeitig in beide Richtungen weiter. DNS-Verwaltung und die Weiterleitungsfunktion des Webdienstes sind getrennte Aufgaben. atdomain.at verkauft derzeit kein Hosting: Eine neue Domain allein stellt daher keinen Webserver mit Weiterleitung bereit. Lass bei einem bestehenden Projekt zuerst die Zielseite bereitstellen und prüfe die Umstellung, bevor du gedruckte Adressen oder Kampagnen änderst.

5. Behalte Unterseiten und erforderliche Parameter bei

Eine Weiterleitung auf die Startseite ist für eine bereits verlinkte Leistungsseite meist unpassend. Wenn du nur www entfernst oder hinzufügst und die Seitenstruktur gleich bleibt, sollte der Seitenpfad erhalten bleiben. Prüfe zusätzlich Parameter, die dein Projekt tatsächlich benötigt, etwa eine Sprach- oder Filterauswahl. Die folgende Tabelle ist ein Testplan und kein Versprechen über eine automatische Funktion deines Website-Dienstes. Verwende öffentliche Testseiten ohne Kundendaten oder Zugangstoken. Notiere das erwartete Ziel vor der Prüfung, damit du eine erfolgreiche Verbindung nicht mit der richtigen Zielseite verwechselst.

5. Behalte Unterseiten und erforderliche Parameter bei
PrüfungErwartetes Ergebnis
Startseite der zweiten VarianteGewählte HTTPS-Hauptadresse
Bestehende Leistungs-UnterseiteEntsprechende Unterseite am Ziel
Öffentliche Seite mit nötigem ParameterParameter bleibt wie vorgesehen wirksam
Bereits richtige HauptadresseKeine Rückleitung zur zweiten Variante

6. Teste die vier Einstiegspunkte und die tatsächliche Zielseite

Prüfe Hauptdomain und www jeweils über HTTP und HTTPS. Öffne zusätzlich eine veröffentlichte Unterseite über die zweite Variante. Kontrolliere am Ende die Browseradresse und den geladenen Inhalt; bei Bedarf lässt du auch Status und Weiterleitungskette technisch auslesen. Ein DNS-Fehler, eine Zertifikatswarnung und eine Schleife sind unterschiedliche Beobachtungen und sollten getrennt dokumentiert werden. Nutze für den Gegencheck ein frisches Browserfenster, weil frühere Weiterleitungen zwischengespeichert sein können. Falls nur ein Netz einen alten Stand zeigt, halte Zeitpunkt und betroffenen Hostnamen fest. Wiederholte DNS-Änderungen auf Verdacht machen die Diagnose schwieriger.

DNS-Zwischenspeicherung und TTL verstehenHilfe zur Website-Verbindung finden
Ein blauer Pfeil mit gelbem Lesezeichen führt zwischen zwei Browsermodellen zur Dokumentseite neben einer Lupe
Eine Weiterleitung sollte zur passenden Unterseite führen. Teste deshalb einen echten Seitenpfad und benötigte Parameter, statt nur die Startseite zu öffnen.

7. Halte interne Links, Sitemap und Canonical konsistent

Verwende die gewählte Hauptadresse in Navigation, Artikellinks, Kontaktangaben und deiner Sitemap. Ein Canonical-Link kennzeichnet die bevorzugte Adresse einer Seite, führt Besucher aber selbst nicht weiter. Er ersetzt daher keine funktionierende Weiterleitung. Vergleiche bei einer bestehenden Website eine wichtige Seite mit ihrer angegebenen bevorzugten Adresse und dem tatsächlichen Ziel der zweiten Variante. Halte Sprachseiten getrennt: Eine englische Unterseite sollte bei einem reinen Hostnamenwechsel nicht pauschal auf die deutsche Startseite fallen. Behalte nach der Umstellung wichtige alte Links im Testplan. Eine saubere Konfiguration ermöglicht konsistente Adressen. Suchmaschinen entscheiden selbst über Indexierung und Darstellung.

Domainwahl und Suchmaschinen sachlich einordnen

8. Plane eine Domain und die getrennten Website-Kosten

Für eine reguläre neue .at-Domain zahlst du bei atdomain.at derzeit 12,99 € Gesamtpreis im ersten Jahr. Die Verlängerung kostet 15,99 € Gesamtpreis pro weiterem Jahr. www ist ein Name unter dieser Domain und erfordert keine zweite Domainregistrierung. Drei Jahre ergeben bei unveränderten Preisen 44,97 € Gesamtpreis. Website-Dienst, Zertifikatsleistungen und E-Mail-Postfächer prüfst du gesondert; Hosting und Postfächer verkaufen wir derzeit nicht. Sichere vor einer Umstellung die vorhandenen Anschlussangaben. Halte anschließend Hauptadresse, DNS-Zuständigkeit, Website-Dienst und Datum deiner erfolgreichen Prüfungen zusammen fest, damit die nächste Betreuung die Konfiguration nachvollziehen kann.

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