Nameserver ändern, ohne den Überblick zu verlieren
Ein Nameserverwechsel übergibt die DNS-Verwaltung an einen anderen Dienst. Vorbereitung schützt Website und E-Mail.
Weiterlesen ↗Du möchtest die Nameserver deiner .at-Domain wechseln? Sichere zuerst DNS-Werte, Mail-Einträge und Dienstzuordnungen mit dieser praktischen Checkliste.
Sichere die Einträge aus der tatsächlich aktiven DNS-Verwaltung, einschließlich Name, Typ, vollständigem Wert, TTL und gegebenenfalls Priorität. Ergänze ihren Zweck und die zugehörigen Dienste. Bereite die neue Zone vor, kläre DNSSEC gesondert und plane Website- und Mailtests. Eine einzelne öffentliche DNS-Abfrage ersetzt keine vollständige Bestandsaufnahme.

Prüfe zuerst, welche Nameserver deiner Domain zugewiesen sind und wo du die dazugehörige Zone verwaltest. Mit unseren Standard-Nameservern verwendest du die DNS-Verwaltung im atdomain.at-Konto; bei eigenen Nameservern liegt die aktive Verwaltung dort. Eine alte, noch sichtbare Eintragsliste kann zu einer inzwischen ungenutzten Zone gehören. Halte Domain, aktuelle Nameserver, Verwaltungsort und Aufnahmezeitpunkt gemeinsam fest. Wenn eine Agentur die Technik betreut, lass dir diese Zuordnung vor dem Wechsel bestätigen. Ein Nameserverwechsel ändert die Zuständigkeit für DNS und überträgt vorhandene Einträge nicht von selbst. Beginne die Sicherung daher, solange du den bisherigen Zugang noch hast.
Aktuelle Schritte für einen NameserverwechselDen gesamten Nameserverwechsel einordnenLege eine Arbeitsliste an, die du nachher Zeile für Zeile vergleichen kannst. Ein Screenshot ist als zusätzliche Ansicht hilfreich, abgeschnittene Werte sind aber keine verlässliche Vorlage. Falls deine bisherige Verwaltung einen Export anbietet, bewahre die Originaldatei zusätzlich auf; eine Exportfunktion wird hier nicht für jedes Konto vorausgesetzt. Bei mehreren gleichen Typen erfasse alle benötigten Einträge. Halte neben den technischen Feldern fest, welcher Dienst den Wert vorgegeben hat und wer eine offene Frage beantworten kann. So erkennst du später, ob eine unbekannte Zeile tatsächlich entbehrlich ist oder zu einem selten verwendeten Dienst gehört.
| Feld deiner Arbeitsliste | Was du festhältst |
|---|---|
| Name und Typ | Vollständigen Namen und Eintragstyp je Zeile erfassen. |
| Wert und Zusatzfelder | Vollständiges Ziel oder Text; Priorität und weitere typabhängige Felder mitnehmen. |
| TTL | Den bisherigen Wert mit Einheit notieren. |
| Zweck und Herkunft | Dienst, aktuelle Anleitung und zuständige Person zuordnen. |
| Prüfergebnis | Später abhaken, ob der benötigte Eintrag am Ziel vorhanden ist. |
Gehe deine tatsächlichen Anwendungen durch: Hauptwebsite, www, Shop- oder Hilfe-Subdomains, Postfächer und automatischer Nachrichtenversand können getrennte Vorgaben haben. Prüfe außerdem Dienstverifizierungen und gegebenenfalls spezielle Eintragstypen, etwa SRV oder CAA. Übernimm deren Werte nur aus deiner bisherigen Einrichtung beziehungsweise den aktuellen Vorgaben des zuständigen Dienstes. Ein öffentlicher Lookup hilft bei gezielten Gegenprüfungen bekannter Namen, liefert aber keine vollständige Liste aller verwendeten Subdomains. Auch eine ANY-Abfrage kann nur einen Teil der Einträge für den angefragten Namen liefern. Leite aus einem fehlenden Suchergebnis deshalb nicht ab, dass ein Dienst keine weiteren DNS-Werte benötigt.
Subdomains in deine Bestandsaufnahme einbeziehenVerifizierungseinträge richtig zuordnenOrdne die benötigten Werte nun der neuen Zone zu, bevor du die Nameserver speicherst. Vergleiche die Schreibweise jedes Namens und die Darstellung der Oberfläche: Ein kurzer Hostname und der vollständige Name müssen nach dem Speichern zum gewünschten Ergebnis führen. Bei Mail erfasse neben Empfangszielen auch die Vorgaben für den verwendeten Versand und seine Authentifizierung. Kopiere keine fremden Beispielwerte aus einer Anleitung. Kontrolliere die gespeicherte Zielkonfiguration mit deiner Arbeitsliste, statt nur die Anzahl der Zeilen zu vergleichen. Zwei Listen können gleich lang sein und trotzdem unterschiedliche Namen oder Werte enthalten. Kläre nicht unterstützte Eintragstypen vor dem Wechsel.
Website-Ziele mit A-Record und CNAME verstehenDomain und E-Mail-Verbindung getrennt planen
Manche DNS-Oberflächen bieten zusätzlich Weiterleitungen, Webschutz oder andere Dienste. Notiere solche Funktionen gesondert: Eine gespeicherte DNS-Zeile belegt nicht, dass eine HTTP-Weiterleitung oder eine Website-Funktion am neuen Ziel eingerichtet ist. Lass SOA- und NS-Grundeinstellungen der neuen Zone nach deren Vorgaben verwalten, statt alte Systemwerte pauschal darüberzuschreiben. Bei DNSSEC ist eine abgestimmte Vorbereitung notwendig, weil die DS-Verknüpfung zur Signierung passen muss. Zeigt das atdomain.at-Konto aktives DNSSEC an, kontaktiere support@atdomain.at vor dem Wechsel. Eine bloße Kopie der normalen Website-Einträge klärt diesen Punkt nicht. Schalte Schutzfunktionen nicht auf Verdacht aus.
Eigene Nameserver und aktive DNS-VerwaltungLege fest, wer die neue Zone prüft, wer die Nameserver ändert und wer anschließend die genutzten Dienste testet. Trenne diese Aufgaben von einem gleichzeitigen Website- oder Mailumzug, soweit dein Vorhaben das erlaubt. Das erleichtert die Einordnung einer Abweichung. Bewahre die alte Zone und deine Unterlagen während der abgestimmten Übergangsphase auf; eine Rückkehr zur alten Zuordnung ist wegen Caches kein sofortiger Rückgängig-Knopf. Senke eine TTL nicht erst im letzten Moment in der Erwartung, bereits gespeicherte Antworten dadurch zu löschen. Notiere frühere Werte und Zeitpunkte und plane bei unklarer Konfiguration zuerst eine Rückfrage ein.
TTL und zwischengespeicherte Antworten verstehenUnklare DNS-Fragen vorab mit dem Support klärenVergleiche nach dem geplanten Wechsel die öffentliche Zuordnung und die benötigten DNS-Werte mit deiner freigegebenen Liste. Prüfe Website und relevante Unterseiten mit gültigem HTTPS sowie die verwendeten Subdomains. Bei E-Mail kontrollierst du Empfang und Versand getrennt mit den tatsächlich eingerichteten Adressen. Notiere Zeitpunkt, Netz und Ergebnis; abweichende Antworten können während der Umstellung noch auftreten. Ein grüner Website-Test reicht nicht als Freigabe für Postfächer oder automatische Nachrichten. Bleibt ein Fehler bestehen, ändere nicht gleichzeitig mehrere Werte. Sammle die betroffene Adresse und einen bereinigten Fehlerhinweis, damit die zuständige Person gezielt nachsehen kann.

Ergänze deine Liste nach der Prüfung um tatsächliche Änderungen und offene Punkte. Bewahre sie geschützt bei deinen Projektunterlagen auf und gib nur notwendige Ausschnitte weiter; Passwörter und Zugangsschlüssel gehören nicht hinein. Eine DNS-Sicherung ersetzt außerdem weder Website-Dateien noch gespeicherte E-Mails. Domainregistrierung, DNS, Hosting und Postfächer sind unterschiedliche Aufgaben. Bei atdomain.at kostet eine reguläre neue .at-Domain derzeit 12,99 € Gesamtpreis im ersten Jahr, die Verlängerung 15,99 € Gesamtpreis pro weiterem Jahr. DNS-Verwaltung mit den Standard-Nameservern und eigene Nameserver werden unterstützt. Hosting und E-Mail-Postfächer planst du gesondert. Prüfe bei einer zusätzlichen Domain auch deren künftige Verwaltung und laufende Kosten.
.at-Domains und ihre Verwaltung ansehenGesamtpreise für Registrierung und VerlängerungEine weitere .at-Adresse suchenEin Nameserverwechsel übergibt die DNS-Verwaltung an einen anderen Dienst. Vorbereitung schützt Website und E-Mail.
Weiterlesen ↗
Deine .at-Website ist erreichbar, aber E-Mails fehlen? Grenze Postfach, Empfang, Versand und aktive DNS-Zone gezielt ein, besonders nach einer Website-Umstellung.
Weiterlesen ↗
So prüfst du einen TXT-Eintrag für deine .at-Domain: aktive Nameserver, Host und Prüfwert richtig zuordnen, vorhandene Mail-Einträge erhalten und den Nachweis kontrollieren.
Weiterlesen ↗